“Griet, wer et hätt jedonn!”
Ein Beitrag zum Themengebiet Alle Meldungen, Kultur, Reise & Verkehr, Vermischtes, geschrieben am 31. Januar 2008 von Ingo H. Klett
Köln (kpr) – Wie jedes Jahr findet heute an Weiberfastnacht unter der Severintorburg das Historienspiel um die Figuren Jan und Griet nach der Legende von Karl Cremer seine Aufführung. Das Reiter-Korps Jan von Werth von 1925 e.V. inszeniert die Geschichte seit seiner Gründung. Start ist heute um 13:30 Uhr.
Im Jahre 1925 suchten Kölner Großmarkt-Händler und Pferde-Besitzer nach einer Möglichkeit als Reiter am Rosenmontagszug teilzunehmen. Anknüpfend an den ersten Auftritt der Heldenfigur des Jan von Werth mit seiner Reiterschar im Jahre 1823 gründeten sie im Bartmannshaus zu Köln zwischen den Weltkriegen das bekannte Reiter-Korps.
Die reale historische Vorlage ist Graf Johann von Werth, der als Jan von Werth im Dreißigjährigen Krieg eine gewisse Bekanntheit erlangte. Im Jahre 1591 in Büttgen bei Neuss geboren, starb er am 16. September 1652 auf Schloss Benatek bei Königgrätz als ehemals deutscher Reitergeneral.
Bekannt wurde die historische Figur in späterer Zeit vor allem durch das Historienspiel von Karl Cremer (1807 – 1863), der den berühmten Dialog dazu notierte. Hier ein Auszug…
Un als dä Jan dat Griet dät sinn,
leet stell sie Päd hä stonn
un jrößten it un säht zo im:
“Griet, wer et hätt jedonn!”
Un als dat Griet dä Jan dät sinn
su blänkig usgeross,
do jrößt it in un sät zo im:
“Jan, wer et hätt jewoss!”
Ehr Mädcher all, no merkt Uech dat,
un sitt meer nit zo friet, -
jar mäncher hätt et leid jedonn,
dat leht vum Jan un Jriet!
Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären natürlich rein zufällig…


